Flexion Distraction : Die Alternative zur Bandscheiben Operation

Eine Methode, die chiropraktische und osteopathische Grundsätze in sich vereint.
Sie wurde entwickelt, um tiefe Rückenschmerzen und Bandscheibenbeschwerden zu behandeln.
Sie wird erfolgreich zur allgemeinen Behandlung von Rückenbeschwerden und den damit verbundenen Schmerzen in angrenzenden Körperteilen wie den Armen und Beinen oder im Kopfbereich angewendet.

Die Technik wurde seit den frühen siebziger Jahren maßgeblich durch den amerikanischen Arzt James M. Cox weiterentwickelt. Sie ist die dritthäufigste Therapieform in der amerikanischen Chiropraktik.
Flexion / Distraction gilt als sanfte, aber dennoch sehr effektive Technik, die in den überwiegenden Fällen eine Alternative zu operativen Eingriffen darstellt.
      

Der Flexion-Distraction Table

Wie funktioniert diese Technik?

Flexion / Distraction bewirkt einen so genannten Zug-Druck-Pump Effekt auf den Zwischenwirbelraum, d.h. den Bereich wo die Bandscheibe liegt. Der Patient liegt dazu auf einem Spezialtisch. Mechanische Eingriffe schaffen eine Entlastung der geschädigten, verspannten oder gestauchten Wirbelsäule, die dadurch in Ihre natürliche Position zurückfinden kann.

Der Rückenschmerz ist häufig auf die Irritationen heraustretender Nerven zurückzuführen.

Durch den Pumpeffekt bewirkt diese Technik, dass die zentralen Bereiche der Bandscheibe (Nucleus Pulposus), wieder in Ihre zentrale Position gebracht werden. Über einen sanften Zug wird eine Vergrößerung des intervertebralen Raumes erzeugt. Dies entlastet die Bandscheibe (senkt den Innendruck) und den Nerv von schmerzhaftem Druck. Durch die Entlastung wird auch die Mobilität des bearbeiteten Wirbelgelenks wieder aktiviert und die Intervertebralgelenke können wieder in Ihre ursprüngliche Stellung versetzt werden.

Wirksamkeit der Flexion/Distraction Methode

In Studien des ´US Departement of Health and Human Services`wurde die Wirksamkeit dieser Therapie nachgewiesen.
Ziel der ersten Studie von 1994 war es die physikalischen Auswirkungen der Technik auf die Wirbelsäule zu dokumentieren und zu messen.

Die Resultate zeigten, dass der Innendruck der Bandscheibe um durchschnittlich 192 mm Hg gesenkt werden konnte. Des weiteren wurde die Höhe der Bandscheibe um 2 mm und der Durchmesser des Neuroforamens um 28 % erhöht.
Durch die Zentralisierung des Nucleus Pulposus kam es zu einer Druckabnahme auf das lig. Longitudinale Posterior und die Nervenwurzeln. Durch Streckung der lig. Flava nahm der Durchmesser des Rückenmarkkanals zu.

In einer zweiten Studie von 1997 (Vergleichsstudie) wurde die Wirksamkeit gegenüber ambulanter Physiotherapie getestet. Bei akuten Lumbalgien und lumbalen Radikulopathien ergab sich eine Überlegenheit für die Flexion / Distraction Methode. Chronische Lumbalgien mit schmerzhaften Verlaufsformen ergaben ebenfalls einen Vorteil für die Flexion / Distraction Methode. Schmerzärmere Formen hingegen wurden besser durch ambulante Physiotherapie beeinflusst.
   


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